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Frauenmahl in Leipzig 28. Juni 2014

Wir sind Reformerinnen. Frauen geben Impulse für die Zukunft!

„Die Reformation ist kein abgeschlossener Prozess, sondern geht weiter“, sagte Kathrin Wallrabe, die Gleichstellungsbeauftragte der sächsischen Landeskirche, am Sonnabend vor 200 Frauen im Neuen Rathaus. Unter dem Motto „Wir sind Reformerinnen – Frauen geben Impulse für die  Zukunft“  diskutierten  und  tafelten die Damen beim Frauenmahl.

Drei   Referate   lieferten   Anregungen für  die  Gespräche  bei  Tisch  –  gehalten von der Rektorin der Leipziger Universität, Beate Schücking, von der Theologin Gisa  Bauer,  von  der  Beauftragten  der Evangelischen Kirche in Deutschland für das  Reformationsjubiläum  2017,  Margot Käßmann.

Beate Schücking erinnerte daran, dass es für Frauen erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts  möglich  wurde,  zu  studieren. Mittlerweile sei der Frauenanteil an der Universität  hoch,  dennoch  sei  der  Zugang zu Spitzenpositionen nach wie vor schwierig.

Um  die  Auswirkungen  der  Reformation  auf  die  Rollenbilder  von  Männern und Frauen ging es im Vortrag von Margot Käßmann. Luther und einige andere Reformatoren   hätten   durch   ihre   Eheschließung  gezeigt,  dass  das  Leben  in der  Welt  genauso  wichtig  sei  wie  das klösterliche Leben. Und es sei „Tauftheologie, dass in der Kirche jede Frau jedes Amt einnehmen kann“, sagte die ehemalige Bischöfin.

Der moderierte Austausch an den festlich gedeckten Tischen wurde am Schluss in  Thesenform  zusammengefasst.  Dabei kam der Wunsch nach mehr Zusammenhalt unter Frauen und nach mehr weiblichen Vorbildern zum Ausdruck. „Männerquote in der Erziehung, Frauenquote in  der  Wirtschaft“ lautete die  These an einem der 17 Tische.

Kathrin  Wallrabe,  die  die  Veranstaltung   gemeinsam   mit   dem   Gleichstellungsreferat der Stadt Leipzig, der Evangelischen Aktionsgemeinschaft für Familienfragen  Sachsen  und  dem  Soziokulturellen  Zentrum  Frauenkultur  Leipzig organisiert  hatte,  betonte,  es  sei  „toll, wenn Frauen aus verschiedenen Berufen und  Milieus  sich  begegnen  und  über diese Themen miteinander ins Gespräch kommen“.

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