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Tischreden und Lesekost

Dagmar Müller - leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland

Zusammenfassung von Brigitta Müller-Osenberg mit Unterstützung von Karin Menzel und Bettina von Gelieu

Neukirchen-Vluyn, 7.10.2011


„Altenpflege macht arm – todbringende Börsenspiele machen reich“. Mit diesen eindrücklichen Sätzen im Anfangsteil ihrer Tischrede machte Dagmar Müller, leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe im Rheinland gleich zu Beginn deutlich, dass in Gesellschaft, Politik und Kirche etwas grundsätzlich im Argen liege und dringend ein Um- und Neudenken stattfinden müsse.

Ein großes Hindernis für Neuerungen in der Kirche sei das immer noch herrschende Kirchturmdenken. Es verhindere Vernetzungen. Vernetzungen aber machten Frauen stark. Sich zu engagieren sei Aufgabe einer jeden Frau. Das Private sei immer auch politisch.

Auch seien Strukturen nicht heilig. Über sie müsse ebenfalls nach- und neu gedacht werden.

Insgesamtmüsse ein Prozess der Selbstreflexion und des Umdenkens einsetzen. Es müsse eine bewusste Entscheidung dafür getroffen werden, das Glas nicht länger als halbleer zu bezeichnen und mit dem Jammern über die vermeintlich düsteren Zukunftsaussichten für unsere Kirche aufzuhören. Stattdessen solle es zu einer wertschätzenden Wahrnehmung ihrer vielfältigen und immer noch reichlich vorhandenen Möglichkeiten kommen.

Dieser Internetauftritt gehört zum Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie (vorher: Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD, FSBZ).
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