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Tischreden und Lesekost

Christel Winterberg - Bündnis 90/Die Grünen / stellvertretende Landrätin des Kreises Wesel

Zusammenfassung von Brigitta Müller-Osenberg mit Unterstützung von Karin Menzel und Bettina von Gelieu

Neukirchen-Vluyn, 07.10.2011


„Ich möchte gleich am Anfang feststellen: Ich bin vor 40 Jahren aus der Evangelischen Kirche ausgetreten und bin Atheistin. Ich möchte nicht missioniert werden.“ Mit diesen Worten begann Christel Winterberg (Bündnis 90/Die Grünen), stellvertretende Landrätin des Kreises Wesel ihre geistvolle Tischrede. Sie lebe aber dennoch wertorientiert. Auch wenn sie der Kirche nicht mehr angehöre, habe sie jahrelang gerne bei einigen ihrer Aktionen mitgemacht wie z.B. Hausaufgabenbetreuung, Mitarbeit bei Kinderfreizeiten etc.


Das Thema Werte und ihre Vermittlung bildeten einen Schwerpunkt ihres Beitrags. Sie beklagte, dass die Wertevermittlung meist nur im konfessionsgebundenen Religionsunterricht stattfinde und deshalb konfessionslose Kinder (in einigen Bundesländern eine Mehrheit) davon ausgeschlossen seien. Unser gesellschaftliches Wertesystem müsse aber von allen Menschen getragen werden, auch von Atheistinnen und Atheisten.


Sie plädierte deshalb für einen verpflichtenden Ethikunterricht für alle, in dessen Rahmen gerne auch Pfarrerinnen und Pfarrer und Vertreterinnen und Vertreter anderer Religionen ihre Werte einbringen könnten.

Frau Winterberg begrüßte ausdrücklich die kirchliche Friedensarbeit und den kirchlichen Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung. Beides seifördernswert und müsse fortgesetzt werden.


Margot Käßmanns Stellungnahme zum Krieg in Afghanistan lobte sie sehr. Sie sei von einer Eindeutigkeit gewesen, die sie in ihrer eigenen Partei inzwischen vermisse.

Dieser Internetauftritt gehört zum Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie (vorher: Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD, FSBZ).
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