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Petra Albrecht-Finklenburg: Das Frauenmahl wird noch lange nachwirken

Düsseldorfer Frauenmahl:
 

Frauenmahl in der Paul-Gerhardt-Kirche


Ein festliches Dinner mit drei Gängen, fünf Tischreden zur Zukunft der Religion und Kirche und 80 geladene Frauen: Das ist das FRAUENMAHL.

Stimmungsvoll bei Kerzenlicht und dem „Ave Maris Stella“,  Erinnerungen an Hildegard von Bingen, Katharina von Bora und einem Grußwort von Professorin Margot Käßmann, begann am 28. Oktober das Frauenmahl.

Neben gutem Essen und Trinken kamen auch die geistigen und musikalischen Genüsse, präsentiert von Tatjana Kisilev (Klavier) und Svetlana Snikere (Geige), nicht zu kurz.

Die Tischreden wurden gehalten von Barbara Gladysch (Initiative Mütter für den Frieden), Henrike Tetz (Superintendentin im Kirchenkreis Düsseldorf), Kerstin Griese (Bundestags-abgeordnete), aus Erkrath Anke Herbrecht-Bunk (Pädagogin und Künstlerin) und aus Unterbach Gertrud Mühlemeier-Osthoff, (Katholische Kirche und Pädagogin).

„Kirche sind wir“ erklärte B. Gladysch. Sie forderte die Kirche auf die Worte Jesus kompromisslos umzusetzen. Kerstin Griese thematisierte u.a. die Diskrepanz zwischen dem neuen Denkmal in Berlin für die ermordeten Sinti und Roma durch die Nazis und die gleichzeitige Diskussion um Aufenthaltsrechte in Deutschland. H. Tetz sprach über Frauen in der Kirche zwischen Konkurrenz und Solidarität und erklärte, dass Gleichberechtigung in der Kirche noch nicht erreicht sei.

Anke Herbrecht-Bunk berichtete beeindruckend über ihre Erfahrungen und Beobachtungen von Kindern und Jugendlichen als Lehrerin an einer Förderschule im sozialen Brennpunkt. Gertrud Mühlemeier-Osthoff beschrieb ihre Sorgen über die Weitergabe des Glaubens an die folgenden Generationen.

„Das Frauenmahl war ein Ereignis, dass noch lange nachklingen wird“. So beschrieben viele Teilnehmerinnen den Abend. Die Vorträge waren interessant und die dadurch ausgelösten Gespräche an den 13 Tischen anregend.

Unserer besonderer Dank geht an die HelferInnen der evangelischen Jugend, die dafür sorgten, dass die Teller und Gläser gut gefüllt waren und an die finanzielle Unterstützung durch den Kirchenkreis Mettmann, die evangelische Kirche Erkrath und zahlreiche Unterbacher Geschäfte.


Dieser Internetauftritt gehört zum Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie (vorher: Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD, FSBZ).
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