zum Inhalt

Birgit Weber: Schöne Schwestern

Durlacher Frauenmahl:

„Sehr verehrte Damen, liebe Frauen, schöne Schwestern“ – mit diesen Worten begrüßten Annegret Brauch, Leiterin der Evangelischen Frauen in Baden, und Ulrike Bundschuh, Pfarrerin an der Durlacher Stadtkirche, die 140 Besucherinnen des Durlacher Frauenmahls, die am 24. Juni in den Festsaal der Karlsburg gekommen waren.

Diese Veranstaltung gehört den Frauen: Die Idee des Frauenmahls wurde erstmals im Oktober 2011 in Marburg realisiert und findet seitdem deutschlandweit Nachahmung. An einem solchen Abend werden – eingebettet in ein stilvolles Ambiente und ein festliches Essen – Tischreden zur Zukunft von Religion, Kirche und Gesellschaft gehalten. Die Impulse aus den Reden wirken auf die Gespräche der Frauen am Tisch, die mit Neugier und Lust an die Gedanken anknüpfen. In diesem Sinne wurden auch in Durlach die Frauen im Saal von der geschäftsleitenden Oberkirchenrätin der Evangelischen Landeskirche in Baden, Barbara Bauer, in einem Grußwort zum „Reden, Zuhören und Weiterdenken“ ermutigt!

Neun Frauen in leitenden Funktionen aus Kirchen, Wissenschaft, anderen Religionen, Gesellschaft und Politik wurden für dieses Frauenmahl gebeten, in pointierten Tischreden auf Fragen wie diese einzugehen: Welche Impulse setzen Frauen für die Zukunft in einer Zeit, die von Krisen und Umbrüchen erschüttert ist? Welche Herausforderungen erscheinen ihnen wesentlich? Welche Ideen, Perspektiven und Visionen entwickeln sie und treiben sie voran?
Viele gute, nachdenkliche und kritische Worte schallten so in den Festsaal: Von Mut und Ausdauer, die am Ende belohnt werden, von Vertrauen als Grundkapital, ohne das es nicht geht, von der Suche nach dem innovativen Weg der Erneuerung bis hin zum Aufruf: „Das Leben findet jetzt statt und braucht unseren Beitrag!“ – so vielfältig wie die Rednerinnen waren die Ideen, die geäußert wurden.

Schön war es zu beobachten, wie die Frauen am Tisch in angeregte und geistreiche Gespräche eintauchten und ganz schnell eine gemeinschaftliche Stimmung entstand – und natürlich besteht die Hoffnung, dass daraus Konkretes für die Gestaltung einer guten Zukunft von Religion, Kirche und Gesellschaft entsteht!

Einen Beitrag zur Atmosphäre leistete auch die Chansonsängerin „Asgard & Akkordeon“, die mit Charme und einer bemerkenswerten Stimme den Abend musikalisch gestaltete, sowie die Künstlerin Ilse Teipelke, die mit ihren leicht schwebenden Figuren aus Naturmaterial für eine inspirierende Tischdekoration gesorgt hatte. So wurden in Durlach Genuss, Theologie und Politik mühelos miteinander verbunden, und ein von großer Gastfreundschaft und der Herzlichkeit der Gastgeberinnen geprägter Abend wird im Gedächtnis der verehrten Damen, lieben Frauen und schönen Schwestern bleiben.

Dieser Internetauftritt gehört zum Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie (vorher: Frauenstudien- und -bildungszentrum in der EKD, FSBZ).
Besuchen Sie uns unter www.gender-ekd.de.

www.frauenmahl.de benutzt Piwik, eine Open-Source-Software zur statistischen Auswertung der Besucherzugriffe. Mehr dazu.